01.03.2010
Wertvollste Baumstämme aus Südostbayern in Waging versteigert

Spitzenpreis für Riegelahorn

2511 Euro pro Festmeter - Schöne geriegelte Maserung

Waging (ko). Baumstämme im Wert von mehr als 100 000 Euro wechselten bei der, Wertholz-Submission in Waging den Besitzer. Besonderes Interesse galt den teuersten Stämmen der einzelnen Baumarten. Den absoluten Spitzenpreis erzielte ein Bergahorn aus dem Gemeindebereich Schleching, der·einen Preis von 2511 Euro pro Festmeter erzielte. Dabei, so Förster Resch, handelte es sich um·einen seltenen "Riegelahorn". Das ist eine Anomalie, bei der das Holz eine leichte Riffelung quer zum Stamm hat. Beim Schneiden von Furnieren ergibt das eine besonders schöne Maserung.
 
Im vergangenen Jahr war ebenfalls ein solcher Bergahorn teuerster Stamm im der Submission. Er erzielte damals sagenhafte 6700 Euro und wurde nach Bochum verkauft. Er hat, wie die Förster berichteten, 1600 Quadratmeter Furnier ergeben. Auch bei den meisten anderen Holzarten lagen nach Auskunft der Förster die Erlöse unter denen des vergangenen Jahres. Damals wurden durchschnittlich 380 € pro Festmeter erzielt, heuer waren es nur 291 €. Dennoch sei man mit den Erlösen insgesamt zufrieden.
Angeboten wurden rund 350 Festmeter. Der durchschnittliche Erlös lag bei 291 € pro Festmeter; Spitzenpreise bis zu 2511 Euro pro Festmeter wurden für Bergahorn bezahlt. Organisiert wurde die Wertholzsubmission zum wiederholten Mal von den Waldbesitzervereinigungen Laufen und Traunstein sowie der Forstbetriebs-GmbH Ruhpolding.
 
Anders als bei den andernorts üblichen Holzversteigerungen geben bei der Submission die Interessenten ihre Angebote schriftlich ab. Den Zuschlag bekommt, wer den höchsten Preis bietet. Das und viele . weitere Details zur Submission erläuterten die Förster Bemd Dürrbeck und Anton Resch, die am Wochenende öffentliche Führungen am Lagerplatz beim Waginger Strandkurhaus abhielten. Dazu waren an die 100 Interessierte gekommen. Die Förster berichteten Wissenswertes über die einzelnen Baumarten, zeigten den Besuchern die teuersten Stämme und berichteten auch, zu was das jeweilige Holz voraussichtlich verarbeitet wird.
 
Besonders groß war wieder das Angebot an Eichen. Der teuerste Stamm kam wie im letzten Jahr aus dem Stadtwald in Wasserburg. Der dickste und schwerste Stamm der Submission war ebenfalls eine Eiche. Ihr Gewicht wurde auf über fünf Tonnen geschätzt, was bei Auf- und Abladen einige Probleme bereitete.
 
Auch aus dem Traunsteiner Stadtwald wurde Holz angeboten. Den höchsten Preis für einen Fichtenstamm erzielte ein 160 bis 170 Jahre alter Stamm aus dem Kotzinger Wald, der für 389 Euro pro Festmeter den Besitzer wechselte. Aus dem Stadtwald in Froschham kamen zwei Ulmen, ein Zwetschgenstamm und ein Weißdorn. "Da waren wir.gar nicht sicher, ob wir den überhaupt zulassen sollen",hieß es seitens der .Organisatoren. Doch auch dieser Stamm wechselte zu einem ordentlichen Preis den Besitzer. Er soll ebenso zu Kinderspielzeug verarbeitet werden wie einige Birnenstämme. Der teuerste Birnbaum zählte 150 Jahresringe und kam aus Nirnharting bei Waging.
 
Besonders beeindruckten. bei der Führung die unterschiedlichen Farben der Hölzer. Besonders gefragt ist Holz mit rotem oder dunklem Kern, wie zu Beispiel das der Eibe. Nebenbei erfuhr man, dass an der Eibe so ziemlich alles giftig ist. Aus dem braunen Kernholz des Walnussbaumes werden neben edlen Möbeln zum Beispiel Schäfte für Gewehre gefertigt.
Labenbachhof Nord 1
Bartholomae
Kührointalm 1
Bretterstapel2